Wer ist eigentlich verpflichtet — Verwalter, WEG oder Eigentümer?
Bei Wohngebäuden gilt die DGUV V3 streng genommen nur dort, wo Beschäftigte arbeiten (Hausmeister, externe Reinigung, Handwerker). Faktisch ziehen Versicherer und Gerichte aber die DGUV V3 / DIN VDE 0105-100 als Sorgfaltsmaßstab für die Verkehrssicherungspflicht nach §§ 823 / 836 BGB heran — die Pflicht zur Prüfung besteht damit faktisch genauso.
100 % gesetzliche Pflicht. Die DGUV V3 ist für jeden Arbeitgeber bindend — Einzelpraxis, MVZ, Klinik. Versäumt heißt: Versicherungsschutz weg, persönliche Haftung an.
Für WEGs ist nach § 27 WEG der Verwalter für die ordnungsgemäße Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zuständig. Für Mietshäuser haftet der Vermieter aus § 535 BGB für mangelfreien Zustand der Allgemeinanlagen. Sondereigentum (also Wohnungs-Innenraum) bleibt Sache des Eigentümers/Mieters.
EMB prüft alle gemeinschaftlich genutzten elektrischen Anlagen in einem Termin: von der Hauptverteilung über Treppenhaus und Tiefgarage bis zur Wallbox und Notbeleuchtung. Sie erhalten ein einziges Prüfprotokoll für jedes Objekt, vorzeigbar bei der Wohngebäudeversicherung und im Eigentümer-Versammlungs-Bericht.
Rechtsgrundlagen für Hausverwaltung
Diese Geräte und Anlagen prüfen wir bei Ihnen
Eine vollständige DGUV V3 Prüfung deckt ortsveränderliche Geräte, ortsfeste Anlagen und Lade-Infrastruktur in einem Termin ab — Sie bekommen ein einziges Prüfprotokoll für alles.
Allgemeinstrom-Verteilung
5 PunkteDie zentrale Anlage hinter dem Allgemein-Zähler — das eigentliche Herzstück.
- Allgemeinstrom-Hauptverteilung
- Etagen- und Kellerverteilungen
- RCD/FI-Schutzschalter
- Hausanschlusskasten (Schnittstelle Netzbetreiber)
- Zähler-Wandlermessung (gewerbl. Einheiten)
Treppenhaus & Außenanlagen
5 PunkteHier passieren die meisten Schadensfälle — Beleuchtung, Klingel, Tür.
- Treppenhausbeleuchtung mit Zeitschalter / BWM
- Klingelanlage, Sprechanlage, Türöffner
- Briefkastenbeleuchtung
- Außenbeleuchtung Hof / Eingang
- Bewegungsmelder, Hausnummern-Lampen
Tiefgarage & Aufzug
5 PunkteErschwerte Bedingungen → 12 Monate Prüfintervall.
- Tiefgaragen-Beleuchtung & Notbeleuchtung
- CO-Warnanlage, Lüftung, Tor-Antrieb, Schranke
- Aufzugs-Steuerung (Maschinenraum-Beleuchtung, Schachtbeleuchtung)
- Heizungsraum-Elektrik (Brenner, Umwälzpumpen)
- BHKW-Steuerung
Gemeinschaftsräume & Waschküche
4 PunkteGewerblich genutzte Geräte — DGUV V3 §5: 6 Monate Frist!
- Waschmaschinen-Reihe (münzbedient = gewerblich)
- Trockner, Trockenraum-Lüftung
- Hobbyraum, Fahrradkeller-Beleuchtung
- Gemeinschaftssauna (falls vorhanden)
Notbeleuchtung & Sicherheit
4 PunkteBayBO-Sonderbau ab 12+ Wohneinheiten erweiterte Anforderungen.
- Notbeleuchtung Treppenhaus, Tiefgarage, Flure
- Sicherheitsbeleuchtung Fluchtwege
- Brandmeldeanlage (Elektroseite)
- Rauchwarnmelder-Vernetzung (falls verkabelt)
Wallbox / E-Ladestation
4 PunkteWEMoG-Anspruch jedes Eigentümers seit 2020 — bei Verwaltung.
- Wallbox in Tiefgarage als Gemeinschaftsanlage
- Lastmanagement-Schaltschrank
- FI Typ B / RCD-DD
- Eichrechtskonforme Abrechnungs-Schaltung
Prüffristen für Ihre Branche
Die Fristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, der DGUV V3 sowie den DIN-VDE-Empfehlungen. Bei Einhaltung dieser Intervalle sind Sie auf der rechtssicheren Seite.
| Gerät / Anlage | Prüfintervall | Hinweis |
|---|---|---|
| Allgemeinstrom-Verteilung | 4 Jahre | DGUV V3 / DIN VDE 0105-100, jährliche RCD-Funktion durch Hausmeister. |
| Aufzugs-Elektrik | 12 Monate | Erschwerte Bedingungen, separat von Aufzug selbst (TÜV). |
| Notbeleuchtung Treppenhaus | 12 Monate | Monatliche Funktion, jährliche Vollentladung (3h/8h). |
| Tiefgaragen-Anlagen | 12 Monate | Feuchtigkeit + mechanische Belastung. |
| Waschküchen-Geräte (gewerbl.) | 6 Monate | Münzbetrieb = gewerblich → kürzere Frist nach DGUV V3. |
| Wallbox / E-Ladestation | 12 Monate | DIN VDE 0100-722, RCD-DD. |
| Außenanlagen, Spielgeräte mit Strom | 12 Monate | Witterung + Publikumszugang. |
So kalkulieren wir Ihren Festpreis
Wir verkaufen keine starren Pakete — wir kalkulieren transparent pro Gerät und zeigen jeden Baustein offen aus. Innerhalb von 24 Stunden bekommen Sie einen verbindlichen Festpreis, in dem genau steht, wie er zustande kommt.
Pro-Wohneinheit-Pauschale
Allgemeinanlagen pro ObjektWir kalkulieren transparent pro Wohneinheit für die Allgemeinanlagen — Hauptverteilung, Etagenverteilungen, Treppenhaus, Klingelanlage, Außenbeleuchtung. Mengenrabatt ab größeren Beständen.
Tiefgarage & Aufzug
Erschwerte BedingungenTiefgaragen-Beleuchtung, CO-Warnanlage, Tor-Antriebe, Aufzugs-Steuerung — pauschal je Anlage. Aufzug selbst bleibt TÜV-Sache (BetrSichV § 16, alle 2 Jahre).
Wallbox / E-Ladestation
WEMoG-konform geprüftTiefgaragen-Wallboxen werden separat mit FI Typ B, Lastmanagement und Schutzleiter geprüft. Pauschalpreis je Ladepunkt, eichrechtskonforme Doku auf Wunsch.
Mehrobjekt-Rabatt
Für Verwaltungen mit BestandVerwalten Sie mehrere Objekte? Rahmenvertrag mit jährlicher Abrufplanung — kürzere Reaktionszeiten, einheitliche Doku-Standards, Mengenpreise pro WE.
Eigentümer-konforme Doku
Versicherer & Beirat-tauglichVollständiges Prüfprotokoll als PDF, dezente Plaketten, Mängelliste mit Wiedervorlage. Vorzeigbar bei Wohngebäudeversicherer, Beirat und Eigentümerversammlung.
Festpreis — verbindlich
24 Stunden nach AnfrageSie schicken uns die Wohneinheiten-Anzahl pro Objekt und ggf. Wallbox-/Tiefgaragen-Ausstattung. Wir liefern innerhalb von 24 h ein konkretes Festpreisangebot.
Was bei Versäumnis droht
Bei einem Brand im Treppenhaus durch defekte Beleuchtung haftet der Verwalter / die WEG aus Verletzung der Verkehrssicherungspflicht (§§ 823, 836 BGB). Die Wohngebäudeversicherung kann nach § 81 VVG die Leistung kürzen — mehrere Urteile bestätigen das (z. B. OLG Hamm I-21 U 14/17: 50 % Kürzung bei seit 12 Jahren nicht geprüfter Hauptverteilung).
Verwalter haften bei Pflichtverletzung gegenüber WEG persönlich (§§ 280, 675 BGB) — die Verwalter-Vermögensschaden-Haftpflicht greift nur bei dokumentiertem Bemühen. Bußgelder bis 30.000 € möglich, wenn Beschäftigte (Hausmeister, Reinigungspersonal) tangiert sind. Strafrechtlich kommen §§ 222 / 229 StGB bei Personenschaden hinzu.
So läuft eine Prüfung mit EMB ab
- 1 Anfrage & Festpreis
Sie schreiben uns die Anzahl Ihrer Geräte (grobe Schätzung reicht) und den Standort. Innerhalb von 24 h erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot.
- 2 Termin nach Ihrem Kalender
Wir koordinieren den Prüftermin mit Ihrem Praxismanagement — auch außerhalb der regulären Sprechzeiten möglich, ohne Praxis-Stillstand.
- 3 Prüfung vor Ort
Sicht-, Mess- und Funktionsprüfung nach DIN VDE 0701/0702 und DIN VDE 0105-100 mit kalibriertem Prüfgerät. Kleinere Mängel direkt vor Ort behoben (auf Wunsch).
- 4 Protokoll & Plakettierung
Vollständiges Prüfprotokoll als PDF, vorzeigbar bei Berufsgenossenschaft und Versicherung. Jedes Gerät bekommt eine Prüfplakette mit Datum der nächsten Prüfung.
- 5 Erinnerungs-Service
Auf Wunsch melden wir uns rechtzeitig vor der nächsten fälligen Prüfung — Sie können sich um Ihre Praxis kümmern, wir kümmern uns um die Compliance.
Häufige Fragen aus der Praxis
Müssen wir bei der Prüfung jede Wohnung betreten?
Nein — nur wenn der Etagenverteiler in der Wohnung sitzt oder vermieter-eigene Geräte in der Wohnung geprüft werden müssen. Treppenhaus, Keller, Tiefgarage und Allgemeinanlagen werden ohne Mieter-Termin geprüft. Wir kündigen nach § 555a BGB rechtzeitig per Aushang + Brief an, wenn Wohnungszugang nötig ist.
Sind die Kosten umlagefähig auf die Mieter?
Bei Mietshäusern ja, wenn die Position in der Mietvertrag-Nebenkostenliste als „sonstige Betriebskosten" nach § 2 Nr. 17 BetrKV benannt ist. Bei WEGs läuft alles über die Hausgeld-Abrechnung, keine BetrKV-Hürde. Tipp: Prüfung im Bewirtschaftungs-plan einplanen, damit Eigentümer-Beirat zustimmt.
Was ist mit der Wallbox in der Tiefgarage?
Wallboxen unterliegen DIN VDE 0100-722 + DGUV V3 mit jährlicher Prüfung — Außenbereich, Publikumszugang. Im Schadensfall wird die Wallbox-Doku als Erstes vom Brandgutachter angefragt. Wir prüfen Lastmanagement, Schutzleiter und FI Typ B in einem Termin mit den übrigen Allgemeinanlagen.
Wie viele Wohneinheiten hat ein typisches Verwalter-Objekt?
Mehrfamilienhaus mit 6–12 WE: 1 Tag Prüfung, 2–3 Mannstunden netto. Wohnanlage mit 30+ WE: 2–3 Tage. Großbestand (mehrere Wohnblocks oder Hochhaus): individuelle Planung mit Rahmen-vertrag — wir können auch bayernweit mehrere Objekte koordinieren.
Wer haftet bei einem Brand im Treppenhaus?
Vermieter / WEG-Verwalter haften aus Verkehrssicherungspflicht. Die Wohngebäudeversicherung kürzt im Schadensfall, wenn keine aktuelle E-Prüfung nachgewiesen werden kann (grobe Fahrlässigkeit, § 81 VVG). Verwalter persönlich kann gegenüber WEG haften — gerichtlich mehrfach bestätigt (OLG Düsseldorf 24 U 199/12).
Können Sie mehrere Objekte für uns betreuen?
Ja. Für Verwalter mit mehreren Objekten bieten wir Rahmenverträge an: jährliche Abrufplanung, einheitliche Doku-Standards, ein Ansprechpartner bei EMB, kürzere Reaktionszeiten bei Mängelbehebung. Bayernweit auf Anfrage.
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