Warum dieser Rechner anders ist

Drei Probleme haben die meisten Online-PV-Rechner: (1) sie nutzen Deutschland-Durchschnittswerte für die Sonneneinstrahlung, statt regional genaue Daten; (2) sie schätzen Dachflächen aus der PLZ, statt sie tatsächlich zu vermessen; (3) sie rechnen mit Eigenverbrauchsquoten von 40–50 % ohne Speicher — das ist in der Praxis unrealistisch und liegt eher bei 28–35 %.

Wir haben's anders gemacht. Der Rechner nutzt DWD-Jahresmittelwerte für die Oberpfalz (etwa 1.100 kWh/m² Globalstrahlung), die Dachfläche kommt aus Ihrem tatsächlich markierten Polygon auf dem Satellitenbild, und die Eigenverbrauchsquote folgt empirischen Kurven aus Anlagen-Monitoring — realistisch, nicht marketinggetrieben.

Was der Rechner kann und was er nicht kann

Was er kann

  • Dachfläche mit ca. 5–10 % Genauigkeit schätzen (je nach Genauigkeit Ihrer Markierung)
  • Jahresertrag realistisch kalkulieren (Abweichung typisch ±8 %)
  • Einfluss von Ausrichtung und Neigung korrekt abbilden
  • Eigenverbrauch mit/ohne Speicher nach Erfahrungswerten schätzen
  • Grobe Amortisationsrechnung für die Entscheidungsfindung

Was er nicht kann

  • Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude erkennen
  • Zustand von Dachstuhl, Ziegeln oder Unterkonstruktion beurteilen
  • Erfordernisse vom Netzbetreiber (Wandlermessung, Einspeisezusage) prüfen
  • Den individuellen Lastgang Ihres Haushalts nachbilden
  • Dachfenster, Gauben oder andere Ausschlussflächen automatisch abziehen

Für die finale Entscheidung ersetzt der Rechner nicht eine Vor-Ort-Begehung durch einen Fachbetrieb — aber er gibt Ihnen in fünf Minuten einen Eindruck, ob sich eine Detailplanung überhaupt lohnt.

Wie der Rechner rechnet

Für alle, die's genau wissen wollen — die Formeln sind kein Geheimnis:

Jahresertrag [kWh/Jahr]
  = nutzbare Dachfläche [m²]
    × Modulwirkungsgrad (20 %)
    × Globalstrahlung Regensburg [1.100 kWh/m²/a]
    × Azimut-Faktor (N 0,65 – S 1,00)
    × Neigungs-Faktor (0° 0,88 – 30° 1,00 – 60° 0,90)
    × Systemverluste (0,85)

Der Eigenverbrauch wird nach empirischen Kurven modelliert (BDEW/HTW-Speicherstudie Referenzen): ohne Speicher ~30 %, mit Speicher bis ~70 % bei passender Dimensionierung. Jahresverbrauch und Anlagengröße fließen dabei nicht-linear ein.

Für wen ein persönliches Angebot sinnvoll ist

Wenn die überschlägige Rechnung eine Amortisation unter 12 Jahren ergibt, lohnt sich in der Regel eine genauere Planung. Dann schauen wir uns das Dach vor Ort an, prüfen Zählerschrank und Einspeisebedingungen und machen ein Festpreisangebot — immer mit Hinweis auf das, was am Dach oder Netz nicht passt. Alles andere wäre unseriös.

Verwendete Datenquellen

  • DWD Globalstrahlung Bayern — Jahresmittelwert 1.050–1.150 kWh/m² in der Oberpfalz
  • BSW-Solar: Branchenzahlen 2026 — Referenzwerte für spezifischen Ertrag
  • BDEW Haushalt-Strompreis-Analyse — Ø 33,2 ct/kWh Arbeitspreis 2026
  • EEG 2023 (Novellierung) — Feste Einspeisevergütung für Neuanlagen < 10 kWp

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